Die Entwicklung der digitalen Vernetzung gewinnt weiter an Dynamik

digitale vernetzung

Die Logistik gewinnt als Querschnittsfunktion in Industrieunternehmen für alle Unternehmensbereiche immer mehr an Bedeutung. Durch eine Logistik 4.0 werden insbesondere die Vernetzung, Dezentralisierung, Echtzeitfähigkeit oder Seerviceorientierung ermöglicht. Der Begriff Logistik 4.0 beinhaltet die Vernetzung und Integration der logistischen Prozesse von Produktionsstätten oder Handelsbetrieben bis hin zur dezentralen Steuerung der logistischen Netzwerke in Echtzeit.

Zum Innovationspotential der Logistik

Durch die Vernetzung der logistischen Prozesse wird mehr Produktivität, Effizienz und Transparenz in der Zuliefer- und Versandkette erreicht. Ein typischer Anwendungsfall stellt die Sendungsverfolgung dar. Durch dieses Verfahren werden Informationen über den Transportfortschritt oder den Aufenthaltsort von Waren, Waggons oder Containern gewonnen. Telematische Lösungen stellen den Transportfortschritt oder den genauen Aufenthaltsort einzelner Waggons in Echtzeit zur Verfügung und zeigen gegebenenfalls Änderungen des Transportweges auf. Telematische Anwendungen unterstützen mit der Erfassung der Laufleistung pro Waggon ein effizientes Flottenmanagement. Bedingung hierfür ist, dass die jeweiligen Beteiligten der Lieferkette mit echtzeitfähiger und kompatibler Planungssoftware arbeiten, sodass eine Interoperabilität hergestellt werden kann und der Datenaustausch möglich ist.

Vernetztes und automatisiertes Fahren im Straßengüterverkehr

Die nächste Stufe in der Entwicklung der Nutzfahrzeugtelematik ist inzwischen erreicht. Denn das Fahrzeug ist nunmehr nicht nur mit seinem Unternehmen, sondern mit der gesamten Verkehrswelt vernetzt, also mit ihrer Infrastruktur und allen Fahrzeugen. Bei Nutzfahrzeugen werden alle Informationen und Funktionen der Fahrerassistenzsysteme zu einem Gesamtsystem zusammengefasst. Mit diesen Systemen sind die Voraussetzungen für automatisierte Fahrfunktionen erfüllt. Auch der Vernetzung der Lkw untereinander und mit der Infrastruktur kommt künftig eine zentrale Rolle zu. Durch das Fahren im Konvoi lassen sich bis zu zehn Prozent Kraftstoff und Kohlendioxid-Emissionen einsparen. Die Vernetzung bietet die Chance, mit den Transportmengen noch effizienter umzugehen und das Wachstum zu bewältigen.

Vernetzung und Automatisierung im Schienengüterverkehr

Auch im Schienengüterverkehr gewinnt die Digitalisierung in allen Geschäftsfeldern und Bereichen an Bedeutung. Triebfahrzeugführer können kurzfristig durch Fahrassistenzsysteme zu einem energieeffizienteren Fahrverhalten angeregt werden und so den Kohlendioxid-Ausstoß und Energieverbrauch vermindern. Der Schienengüterverkehr profitiert mittel- bis langfristig beim vollautomatisierten Fahren sowohl im Hinblick auf die betrieblichen Prozesse der Strecke als auch im Bereich der peripheren Anlagen, die zum Rangieren, Be- und Entladen oder zur Zugbildung genutzt werden. Insbesondere im sehr zeit- und personalintensiven Segment des Einzelwagenverkehrs ergeben sich große Chancen, die Effizienz des Schienengüterverkehrs zu erhöhen.

Bedeutung der Vernetzung im Luftverkehr

Die Entwicklungen und Trends der Digitalisierung verändern auch die Luftverkehrswirtschaft fundamental. Optimierte Abläufe sowie neue Produkte und Dienstleistungen sorgen für mehr Pünktlichkeit. Außerdem werden Flug-, Warte- und Rollzeitenverringert. Daraus resultieren Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemissionen werden reduziert.